Immer mitten in die Presse rein! (?) – Das Ende der klassischen Pressearbeit / Medienarbeit

Immer mitten in die Presse rein! (?) – Das Ende der klassischen Pressearbeit / Medienarbeit

 

Als Public Relations (PR)-, Marketings- und Kommunikationsberater frage ich mich, woher auch heute noch die weit verbreitete Fixierung auf Veröffentlichungen in Tageszeitungen, Zeitschriften und sonstigen journalistischen Druckerzeugnissen herrührt. In Zeiten des Internet – und insbesondere des Web 2.0 bzw. des Social Web – hat sich das Mediennutzungsverhalten so radikal verändert. Und das Kommunikations- und Konsumverhalten zieht immer mehr nach. Der Digital Lifestyle ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen – aber offensichtlich in vielen Köpfen der so genannten „Entscheider“ noch nicht.

Daher erlaube ich mir mal zu fragen: Warum noch endloses „Clippingsammeln“ von Zeitungsausschnitten in großen Ordnern, die dann ein paar Jahre im Schrank verstauben, bevor sie ein neuer Kommunikations- oder Abteilungsleiter beim Amtsantritt entsorgt? Statt dessen nicht vielleicht doch lieber einen Beitrag mit relevanten Infos und Keywords, der Sie im Google Ranking nach oben bringt? Und dort lange Zeit recherchierbar ist? Das Web vergisst nicht! Ihre Kunden auch nicht (aber dem Thema Online Reputation widmen wir uns später).

Denken Sie doch mal über folgende provokante Leitsätze der Digital Relations nach:

  • Papier ist heute ZU geduldig!
  • Ihre Stakeholder interessiert heute nicht mehr nur die Zeitung von gestern => Tatsächlich ist es doch so: Was interessiert mich die Zeitung von heute?!

Wenn die Geschäftsführungen und Redaktionen wie die des HAMBURGER ABENDBLATT dazu übergehen, die Zeitung als Annex zum Onlineangebot zu betrachten – macht es dann noch Sinn, den Zimpel zu greifen, den entsprechenden Zeitungsredakteur zu recherchieren, mit Infos zu versorgen und dann (wenn überhaupt) darauf hinzuweisen, dass „das Thema vielleicht auch für die Online-Kollegen interessant“ sei?

Das Print nicht tot ist und wohl auch nie sein wird, möchte ich gar nicht debattieren. Was ich mich frage, ist nur: Wann fangen SIE an, sich Gedanken zu machen, ob die Maxime „Immer mitten in die Presse rein!“ wirklich zielführend ist? In Zeiten von „online first“ – auf der Medienproduktions und -rezeptionsseite! – ziehen alte Konzepte nicht mehr. Von alten „Erfolgswährungen“ der Kommunikation (wie „Medienäquivalenzwert“ der Zeitungsanzeigen) ganz zu schweigen.

Deswegen: Lassen Sie sich von Ihrem „PR-Berater“ nicht verraten und verkaufen! Wer Ihnen heute ein „Kommunikationskonzept“ mit Schwerpunkt Print vorlegt, dem gehört (mit Verlaub und als Hommage an DIE ÄRZTE) wirklich nur „Immer mitten in die Fresse rein“!

Das tat gut – das musste einfach mal sein…

Was denken Sie? Über Austausch und Networking rund um PR, Social Media, Kommunikation, SMO und SEO freue ich mich immer:
XING
Twitter
Facebook

Twittern, Bloggen, Networken – Wo findet das Web 2.0 für (angehende) Immobilien Profis / Makler statt?

 

Twittern, Bloggen, Networken – Wo findet das Web 2.0 fuer (angehende) Immobilien Profis und Makler statt?

Über meinen Fachbeitrag bin ich gerade beim klar Schiff machen gestolpert und möchte ihn zur Diskussion stellen – denn seit dem ich ihn geschrieben habe, ist nicht wirklich viel passiert, oder wie sehr ihr das?

Twitter, Facebook, Xing und youTube: diese neuen Kommunikations- und Interaktionsplattformen im Web 2.0 – zusammengefasst unter der Bezeichnung „Social Media“ –, sind in Deutschland in aller Munde. Auch in der Immobilienbranche. Doch zwischen dem gesteigerten Interesse und den tatsächlichen Strategien und Aktivitäten im neuen „Mitmach-Netz“ liegen – zumindest in Deutschland – noch Welten. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern – und erst recht im Vergleich zur USA –, zögern die Deutschen generell bei den „sozialen Medien“ – da machen Immobilienprofis keine Ausnahme.

Deutsche User hinken bei ihren Social-Media-Aktivitäten ihren europäischen Nachbarn hinterher, wie beispielsweise eine aktuelle Studie des Marktforschungsunternehmens Forrester Research zeigt („Europeans’ Social Networking Use Accelerates“ // www.forrester.com). So ist der Anteil der „Inaktiven“, also die Internet-Nutzer, die sich nicht an Social Media beteiligen, in Deutschland mit 50 Prozent am höchsten in Europa. Der deutsche Internetmarkt übernimmt Online-Trends generell langsamer, was auch an der Technologie und der Sprache liege. In Deutschland warten die User teilweise noch darauf, dass englischsprachige Social Media Dienste mit deutscher Übersetzung auf den Markt kommen. Exemplarisch für die unüberschaubaren Social Media Tools werfen wir einen Blick auf die weltweit am schnellsten wachsende Community Twitter . Auch hier halten sich die Deutschen mit geschätzten 100.000 Nutzern gegenüber den geschätzten 8-10 Millionen Usern weltweit zurück. Man kann zwar deutsche Kurzbeiträge mit maximal 140 Zeichen, die so genannten „Tweets“ verfassen, aber der Dienst selbst ist noch nicht in deutscher Sprache im Netz. Dennoch nutzen immer mehr Deutsche den Microblogging Dienst. Wirft man einen Blick auf die deutsche Twitter-Gemeinde, wie sieht der durchschnittliche Twitterat in Deutschland aus? Jung (32 Jahre), männlich (74%) und gebildet (78% haben Abitur). Zwei von drei betreiben einen eigenen Blog und schreiben über Web 2.0-Themen oder Privates. Jeder Vierte ist Führungskraft oder Unternehmer! Und die meisten (83%) schreiben hauptsächlich auf deutsch, wie bereits „Die Deutsche Twitterumfrage 1.0“ belegte.

Immer noch großer Nachholbedarf deutscher Immobilien-Unternehmen und Immobilien Makler bei Social Media und Digitalisierung

Trotz relativer Zurückhaltung ist immerhin die Hälfte aller deutschen Internetnutzer bereits im Social Web aktiv – und somit kann sich kein Makler, kein Immobilien-Unternehmer und keine Vertriebsorganisation erlauben, das „Mitmach-Netz“ einfach zu ignorieren. Gerade unter den jungen Konsumenten nutzt eine große Mehrheit bereits Social Media – zum Austausch, aber auch zur Information über Marken, Produkte, Dienste. Wer noch keine Social Media Communications Strategie hat, sollte eine solche dringend entwickeln. Denn es handelt sich bei diesen so genannten „digital natives“, also die junge Generation, die wie selbstverständlich mit dem Internet und seinen vielfältigen Selbstdarstellungs-, Networking- und Partizipationsmöglichkeiten aufgewachsen ist, um die anspruchsvollen Interessenten und Hausbesitzer von morgen.

Doch die Kommunikations-Realität sieht ganz anders aus: Eine Analyse der Cologne Business School, die Anfang 2009 mit leitenden Angestellten, Vorständen, Geschäftsführern und Firmeninhaben von insgesamt 350 deutschen Unternehmen durchgeführt wurde, ergab, dass Communities, Blogs und Social Networks am häufigsten mit dem Web 2.0 in Verbindung gebracht werden, aber jede fünfte Führungskraft in deutschen Unternehmen noch immer nicht weiß, was sich konkret dahinter verbirgt! Mit 34% wird die Business-Community Xing am meisten für Business Networking, Personensuche oder Bewerberanalyse durch Unternehmensverantwortliche genutzt. Blogs sind für die meisten deutschen Unternehmen nach wie vor kein Thema, rund 12% wissen nicht einmal, was ein Blog ist. 70% der Befragten gaben an, zu wenig über Nutzung, Optionen und Einsatz des Web 2.0 und Social Media zu wissen.

Social Media: Wenig Know-how und Erfahrung, aber viele Ängste in der Immobilienbranche

Hier zeigt sich der wesentliche Nachholbedarf privater und professioneller Nutzung von Social Media: Mangelndes Know-how und fehlende Erfahrung. Aber die gute Nachricht ist: wer nur ein paar einfache Regeln beachtet, kann seine Sichtbarkeit im Web 2.0 deutlich steigern – bei nur geringem Einsatz von Ressourcen und mit überschaubarem Risiko:
1. Starten, orientieren und zuhören: Ohne Zuhören kann kein Gespräch stattfinden.
2. Echtes Interesse zeigen, Sie reden mit Menschen, nicht mit Zielgruppen.
3. Persönlichkeit entwickeln und zeigen – mutig sein und auch die Menschen hinter dem Unternehmen / dem Projekt zeigen.
4. Authentisch und transparent kommunizieren – wer kommuniziert für wen im Web 2.0? Ehrliche Dialoge abseits der Vertriebsbotschaften eignen sich zum Vertrauens- und Beziehungsaufbau.
5. Bringen Sie Mehrwert, nehmen Sie nicht nur, denn kommunikative Beziehungen beruhen immer auf einem gegenseitigen Vorteil.

Junge Immobilienprofis sollten innerhalb ihres Unternehmens sowie für die professionelle Selbst-Darstellung jegliche Präsentation und Kommunikation im Web 2.0 so ernst nehmen wie jede andere Marketing- und Vertriebspublikation. Die „Online Reputation“ wird nicht nur bei Bewerbungen immer wichtiger; auch potenzielle Interessenten/Kunden interessieren sich dafür, mit wem sie es zu tun haben, wenn sie eine Immobilie verkaufen oder kaufen möchten. In Zeiten der Fotohandys sollten angehende Makler wie jeder andere auch daran denken, dass peinliche Schnappschüsse viel schneller auf Twitter oder Facebook verbreitet sind, als gelöscht. Wer dann noch bedenkt, dass Google die Social Media Dienste „liebt“ und weit oben in den Suchergebnislisten rankt, sollte heute noch anfangen, seine Präsenz und seinen Ruf im Web 2.0 so positiv wie möglich zu gestalten und zu promoten.

Googeln Sie sich doch einmal selbst – gefällt Ihnen, was Ihnen angezeigt wird…?

Es wird Zeit für Immobilienmarketing 2.0 und Digitalisierung der Immobilienwirtschaft – oder was meinen Sie?

 

 

20 Jahre Erfahrung in Public Relations (PR), Marketing und Kommunikation – jetzt wird klar Schiff gemacht

20 Jahre Erfahrung in Public Relations (PR), Marketing und Kommunikation – jetzt wird klar Schiff gemacht

Ich arbeite derzeit daran, mein Know-how und meine Erfahrungen in den Bereichen Public Relations (PR), Marketing und Kommunikation systematisch zu erfassen und aufzubereiten. Nach zwanzig Jahren in der Medien- und Kommunikationsbranche habe ich Spezialwissen und „Hacks“, also Abkürzungen und Erleichterungen, gesammelt, die ich für andere zusammenstellen möchte, um ihnen das (Berufs-)Leben deutlich zu erleichtern.

In diesem Blog wird es Einiges dazu geben, aber in absehbarer Zeit werden Bücher / E-Books sowie letztlich ein ganzes Programm hinzukommen. Ihr könnt von Anfang an mit dabei sein. Wenn ihr Anregungen, Fragen und Vorschläge habt, lasst mir die gerne zukommen. Der Weg ist noch lang und meine PR Content Marketing Agentur und sonstigen Projekte laufen leider auch (noch?) nicht von alleine.

Durch die Digitalisierung haben sich PR, Marketing und Kommunikation bereits stark verändert (Stichwort: „klassische Pressearbeit / Medienarbeit ist tot“) – und werden sich noch viel stärker verändern. Aber es gibt einige bewährte (Erfolgs-)Strategien, die sich bewährt haben und auch in Zukunft erfolgreich bleiben werden. Ich bin seit 20 Jahren im Internet und betrachte die Hypes mit etwas Abstand. Aber im Bereich Business to Business (B2B) bspw., aber auch in der Immobilienwirtschaft und bei den Finanzdienstleistern wird die Digitalisierung noch sehr viel verändern. Beim B2C sind wir schon weiter. Aber eines habe ich gelernt in zwei Jahrzehnten Berater- und Managertätigkeit: man muss und sollte nicht jeden BS mitmachen. Ein zentraler Ansatz ist dabei das Pareto Prinzip: Mit 20 Prozent des Aufwands erreicht man 80 Prozent des Erfolgs. Daran arbeite ich: was sind 20 Prozent, auf die man sich in PR, Marketing und Kommunikation konzentrieren muss, um 80 Prozent des Erfolges smart einzufahren?

Innovation(smanagement) ist ein weiterer Grundpfeiler meiner Philosophie. Das Bewährte und die Learnings der Vergangenheit nutzen, mit weiteren Elementen kombinieren / ergänzen, um daraus etwas Neues und Besseres zu erschaffen. Innovation ohne Innovationsblabla. In der Industrie funktioniert das Innovationsmanagement schon ganz gut, aber nicht in PR, Marketing und Kommunikation. Warum eigentlich? Warum werden immer noch Pressereisen, Pressemeldungen, Pressekonferenzen wie vor 50 Jahren konzipiert und durchgeführt? Eben. Deshalb biete ich gemeinsam mit Partner integrierte Marketing- und Innovationsberatung.

Das schon einmal als Vorgeschmack. Jetzt wird klar Schiff gemacht – kommt gerne mit an Bord.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Moin

Daniel Görs

Moin!

Willkommen beim Blog von Daniel Görs. Ich bin zwar schon seit rund 20 Jahren publizistisch tätig, starte aber erst jetzt einen eigenen Blog.

Ich bin Jahrgang 1972 und betreibe eine Public Relations (PR) und Marketing Agentur in Hamburg und Lübeck Ratekau (www.goers-communications.de). Aufgrund meines Backgrounds bin ich zudem in den Bereichen Immobilien, Finanzen und Medien aktiv. Ich bin gebürtiger und überzeugter Hanseat und interessiere mich für Lifestyle Design, Glücksforschung und Glücksmanagement. Zudem schreibe ich den ganzen Tag und beschäftige mich mit Content(marketing).

Grund genug also, einen eigenen Blog zu starten. Schaut gerne immer wieder vorbei – ich werde regelmäßig zu unterschiedlichen Themen bloggen (Ansporn und Versprechen zugleich).

Ich freue mich über jeden Besuch, Feedback und auch über die Vernetzung und Austausch via Social Media. Ihr findet mich unter anderem auf Xing (www.xing.com/profile/Daniel_Goers) oder Twitter (www.twitter.com/Goers)

Na denn!