Was hat ein Marketing- und Unternehmensberater wie Daniel Görs mit Glücksforschung und Glücksmanagement zu tun?

Diplom-Sozialwirt Daniel Görs ist seit mehr als 20 Jahren in der PR-, Marketing-, Digital- und Unternehmensberatung tätig. Der Sozialwissenschaftler sucht im Rahmen seines Konzepts des „Glücksmanagements“ nach praktikablen Lösungen, die Erkenntnisse der Glücksforschung sowohl in der Persönlichkeitsentwicklung, als auch im Business erfolgreich anzuwenden. Daniel Görs über seinen Ansatz des Glücksmanagements:

Ich bin Sozialwissenschaftler (Diplom Sozialwirt Universität Göttingen), aber auch Manager, Berater und Unternehmer (PR-Agentur, Marketing-, Digital- und Unternehmensberatung http://www.goers-communications.de). Daher interessiert mich einerseits auf der Organisations- und Unternehmensebene, wie die Erkenntnisse der Glücksforschung praktisch im Business, im Management, bei der Digitalisierung, in Marketing, PR und HR umgesetzt und angewendet werden können, um die Unternehmensorganisation und -erfolge zu optimieren.

Andererseits gilt mein Interesse der individuellen Ebene, wie die Glücksforschungserkenntnisse in der Persönlichkeitsentwicklung, im Selbstmanagement, bei der Eigen-PR / beim Selbstmarketing und bei der Karriere umgesetzt werden können.

Glücksforschung erfreut sich wachsender Beliebtheit. Neue Studien und Artikel erscheinen fast täglich. Aber das GLÜCKSMANAGEMENT steckt noch in den Kinderschuhen. Dabei ist doch jeder „seines Glückes Schmied“. Natürlich lässt sich letztlich das Glück nicht erzwingen. Aber ich bin davon überzeugt, dass man zielgerichtet handeln und gute Rahmenbedingungen für Glück schaffen kann. Das nenne ich „Glücksmanagement“. Wichtig ist mir die Abgrenzung zu Esoterik und rein spirituellen und philosophischen Betrachtungsweisen und Deutungen von Glück.

Als wirtschaftlich denkender und agierender Unternehmer, Freiberufler, Manager, Marketing- und Unternehmensberater bin ich Fan von zielorientierten entmystifizierten Ergebnissen / Erkenntnissen der Glücksforschung und daraus fundiert abgeleiteten Empfehlungen wie „Vergleichen Sie sich nicht mit anderen, konzentrieren Sie sich auf Ihre eigenen Pläne und setzen Sie auf Ehrgeiz“ (World Book of Happiness“, Claudia Senik von der Pariser Sorbonne)

Innerhalb der Wirtschaftswelt, in den Unternehmensbereichen und -funktionen genießt „Glück“ unterschiedlichen Stellenwert. Im Bereich Personal / Human Ressources gibt es bereits „Chief Happiness Officer” und “Feelgood-Manager”. „New Work“ ist ohne Glück und glückliche Belegschaft nicht denkbar. Doch was oft vergessen (verdrängt?) wird, ist dass glückliche Mitarbeiter nur eine Stakeholder-Gruppe von vielen ist! Glückliche Kunden (= Testimonials, Marken- und Unternehmensfans, Multiplikatoren, Weiterempfehler uvm.), glückliche Investoren, glückliche Journalisten, glückliche Fans und Follower, glückliche Manager, Geschäftsführer und Unternehmer … hat nicht jeder ein Recht auf Glück? Und wenn Glück dann auch noch zu mehr Umsatz, Bekanntheit, Aufmerksamkeit und Erfolg führt, dann steht der Sinn und Nutzen von Glücksmanagement außer Frage.

Deshalb habe ich beim professionell Social Media Network XING die Glücksmanagement-Gruppe gegründet: Als Plattform zum Austausch und zur Vernetzung aller, die sich auf professioneller Ebene für Glück interessieren und Glück als einen zentralen und gezielt beeinflussbaren Faktor in ihrem Leben betrachten.

Herzlich willkommen in der Glücksmanagement-Community!

Welchen Einfluss hat Glück auf Wirtschaft, Management und Persönlichkeitsentwicklung? Welche Rolle spielt Glück in Business und Management, in PR und Marketing, in HR und New Work, im Coaching und Consulting? Die Glücksmanagement-Community ist der Hub für alle, die sich professionell mit Glück beschäftigen und daran arbeiten, Glück professionell zu erforschen und zu managen. Hier informieren und vernetzen sich Glücksforscher, Happiness Manager, Chief Happiness Officer und andere „Glücksprofis“, tauschen sich vertrauensvoll aus und diskutieren. Keine Esoterik, kein Bullshit. Seien Sie dabei: https://www.xing.com/communities/groups/gluecksmanagement-cc11-1110550 – und gerne weiter empfehlen.

Was halten Sie von Glücksforschung und Glücksmanagement – persönlich und im Business / im Unternehmen? Ich freue mich auf Ihr Feedback (und gerne auch Vernetzung via https://www.xing.com/profile/Daniel_Goers).

https://www.xing.com/communities/groups/gluecksmanagement-cc11-1110550

Vorsicht, Glücksräuber! Fünf Glücksdiebe erkennen, stoppen und ersetzen

Freude und Glück sind natürliche Aspekte eines jeden Menschen. Es gibt fünf Elemente – fünf Diebe -, die Menschen daran hindern, glücklich zu sein. Die Herausforderung besteht darin, die mentalen Barrieren zu beseitigen, die einen daran hindern, das Glück zu finden und ein erfülltes Leben zu führen. Wahres Glück hängt nicht von Ereignissen oder Lebensumständen ab. Glück existiert im Inneren eines jedes Menschen: Man muss es sich nicht aneignen – man muss es nur abstauben und in die Tat umsetzen. 

Das Bedauern über die Vergangenheit und die Sorge um die Zukunft können den Einzelnen daran hindern, in der Gegenwart zu leben.

Zu den fünf Dieben des Glücks gehören Kontrolle, Eitelkeit, Begehren, Konsum sowie Bequemlichkeit.

Unsere moderne Kultur scheint davon besessen zu sein, den Schlüssel zum Erreichen und Erhalten von Glück zu finden. Der Glaube, dass Menschen arbeiten müssen, um Glück zu erlangen, verschlimmert das Problem. Die meisten Menschen gehen davon aus, dass die Ereignisse in ihrem Leben ihr Glück bestimmen – auch wenn viele Menschen trotz ihrer Schwierigkeiten glücklich zu sein scheinen, während andere trotz zahlreicher Segnungen unglücklich bleiben. Um wahres Glück und langfristige Zufriedenheit zu erlangen, musst du dein „Glücksempfinden“ von den Ereignissen abkoppeln. Glück kann unabhängig von den Höhen und Tiefen des Lebens Bestand haben. Die Gesellschaft gibt den Menschen zu verstehen, dass es schwer ist, glücklich zu sein. Aber Glück ist leicht zugänglich. In der Natur zu sein, beruhigt und besänftigt dich, weil du keine besonderen Maßnahmen ergreifen musst, um dich mit ihrer Gelassenheit zu verbinden. Gelassenheit ist für jeden Menschen zugänglich.

Wenn man die Welt durch verzerrte Denkmuster und innere Filter betrachtet, können die fünf Diebe des Glücks (Kontrolle, Eitelkeit, Begehren, Konsum und Bequemlichkeit) einem die Freude rauben. Sie machen dich unfähig, die Realität so zu sehen, wie sie wirklich ist. 

Der erste Glücksdieb: Kontrolle

Buddha kam zur Erkenntnis, dass Akzeptanz das Geheimnis für den Frieden des Geistes ist. Der Wunsch der Menschen, unkontrollierbare Dinge zu kontrollieren, zerstört ihr Glück und ihren inneren Frieden. Das Leiden ist nicht das Ergebnis von Lebensereignissen, sondern des Widerwillens der Menschen, die Unvermeidbarkeit solcher Ereignisse zu akzeptieren. Du kannst deine Handlungen und die Art und Weise, wie du auf Ereignisse reagierst, kontrollieren. Aber du bist machtlos gegenüber den Ereignissen selbst oder dem Ergebnis deiner Handlungen. Ziele und Wünsche sind kein Hindernis für das Glück. Das Problem tritt auf, wenn du ein Ergebnis erwartest, das sich nicht einstellt. 

Was inneren Frieden bringt, ist die Akzeptanz dessen, was im gegenwärtigen Moment geschieht. Der Mensch versucht, die Vergangenheit und die Zukunft zu kontrollieren – natürlich vergeblich. Das Bedauern über die Vergangenheit und die Sorge um die Zukunft hindern uns daran, in der Gegenwart zu leben. Im Augenblick zu sein bedeutet, die Dinge so zu akzeptieren, wie sie sind – auch wenn das Streben nach Kontrolle dazu führt, dass man glaubt, man könne die Ergebnisse des Lebens steuern. Das bedeutet nicht, dass du in einen Zustand der Passivität verfällst und nicht versuchen sollst, den Verlauf deines Lebens zu beeinflussen. Es bedeutet, dass das Ergebnis vielleicht nicht das ist, was du erwartest oder planst. Viele Menschen verbringen Stunden des Elends damit, sich zu wünschen, sie könnten Entscheidungen aus ihrer Vergangenheit noch einmal treffen, obwohl sie eigentlich nur akzeptieren müssten.

Du bist dafür verantwortlich, den Kontrolldieb – wie auch alle anderen Diebe des Glücks – aus deinem Haus zu vertreiben. Du entscheidest, wer willkommen ist und wer nicht. Du kannst fehlgeleitete Gedanken nicht verhindern, aber du kannst sie in eine andere Richtung lenken. Du  allein bestimmst, ob du es zulässt, dass ungesunde Gedanken in deinem Kopf Platz nehmen – oder nicht. Das Ziel ist, negative oder ablenkende Gedanken als solche zu erkennen und sie dann wegzufegen.

Der zweite Glücksdieb: Betrug

Dieser Glücksräuber pumpt gerne dein Ego auf und gibt dir das Gefühl, die wichtigste Person der Welt zu sein. Die Einbildung will, dass du deine Mitmenschen vergisst und dich nur auf deine Bedürfnisse, Wünsche und Sehnsüchte konzentrierst. Bekämpfe die Einbildung mit Geben und Sein. Taten der Freundlichkeit sind weitaus größere Quellen des Glücks als egozentrische Verhaltensweisen. Erkenne die Anwesenheit des Glücksdiebs Betrug an, aber lassen dich nicht täuschen. Feiern statt dessen deine  Verbundenheit mit der Welt um dich herum.

Der dritte Glücksdieb: Das Begehren 

Es ist an sich nichts Falsches oder Destruktives daran, Dinge im Leben zu wollen, die man noch nicht hat. Aber „Begehren“ bedeutet, dass du auf andere Menschen neidisch bist und einen Groll hegst, weil du vielleicht nicht so wohlhabend, gut aussehend oder gesellschaftlich prominent bist wie sie. Neid fördert Unzufriedenheit und inneren Aufruhr; in seinem Griff bestimmst du deinen Selbstwert, indem du dich mit anderen vergleichst. Eine entscheidende Frage ist, wie wir „ein gutes Leben“ definieren.

Menschen, die Dankbarkeit praktizieren – das Gegenteil von Begehren – sind glücklicher, gesünder, freundlicher, umgänglicher, mitfühlender und weniger wütend. Sie haben vielleicht sogar ein stärkeres Immunsystem. Aber es reicht nicht aus, einfach nur Dankbarkeit zu äußern, um den Glücksdieb „Begehren“ loszuwerden. Du musst nach innen schauen und deinen eigenen Weg finden, anstatt sich an anderen zu messen.

Unser Wert als Mensch liegt nicht darin, wie wir uns mit anderen vergleichen, sondern darin, dass wir unser eigenes Potenzial voll ausschöpfen.

Das bloße Beobachten des Lebens anderer Menschen fördert die Eifersucht. Die Teilnahme am Leben anderer Menschen schafft Glück.

Wenn du dich dabei ertappst, dass du Vergleiche anstellst, höre einfach damit auf! Nimm stattdessen Kontakt mit der Dankbarkeit auf. Danke dafür, wer du bist und was du hast. Freue dich, wenn andere Erfolg und Glück haben. Übe  diese Geisteshaltung, bevor der Glücksdieb Begehren versucht, dich zu beeinflussen. Arbeite Sie daran, Neid zu verbannen. Das macht glücklich.

Der vierte Glücksdieb: Konsum

Dieser Glücksdieb sagt dir ständig, dass du nur glücklich sind, „wenn du X hast“. Die zugrunde liegende und noch unheimlichere Botschaft ist jedoch, dass man nur glücklich werden kann, wenn man etwas bekommt oder kauft – also Glück nur durch äußere Mittel. In Wahrheit musst du nichts erwerben, um glücklich zu sein; Glück ist eine Entscheidung! Man kann sich immer dafür entscheiden, zufrieden zu sein, wenn das Glück nicht in Reichweite ist. Zufriedenheit bedeutet, im Augenblick zu leben und die Umstände oder die Situation zu akzeptieren. Zufriedenheit bedeutet, Frieden zu finden und nicht unglücklich zu sein.

Die Verbraucher glauben, dass sie sich Glück kaufen können. Der Konsum-Glücksdieb besteht darauf, dass man glücklich ist, wenn man von anderen geliebt wird – auch wenn man die angeborene Fähigkeit hat, sich selbst zu lieben. Natürliche menschliche Emotionen wie Traurigkeit und Trauer bieten wertvolle Gelegenheiten, ihre Präsenz anzuerkennen und stattdessen Zufriedenheit zu wählen.

Der Akt, sich eines Gedankenmusters bewusst zu werden und es durch ein neues zu ersetzen, kann sich ganz praktisch auf das tägliche Leben auswirken.

Die Gesellschaft verstärkt ständig die Vorstellung, dass persönlicher Besitz und vielfältige Erfahrungen die Messlatte für die Definition von Glück sind. Natürlich ist es nicht unbedingt verwerflich, sich an schönen Dingen zu erfreuen, aber der Konsumdieb besteht darauf, dass das „gute Leben“ durch äußere Anschaffungen entsteht. Verstehe und verinnerliche stattdessen die erhabene Wahrheit, dass Glück und Zufriedenheit von innen kommen. Wenn du das nächste Mal mit einer äußeren Versuchung konfrontiert wirst, frage dich kritisch, ob es dich wirklich glücklich machen würde, der Versuchung (dem Konsum)  nachzugeben, und ob es unbedingt notwendig ist. Konsum ist keine Triebfeder des Glücks.

Der fünfte Glücksdieb: Bequemlichkeit

Wenn du dich dabei ertappst, dass du jeden Tag der gleichen Grundroutine folgst – auch wenn diese nicht besonders anregend oder erfüllend ist -, dann verstehst du, wie dieser Glücksräuber arbeitet. Die Bequemlichkeit will, dass du dich mit dem Tagesablauf abfindest und mit deiner  aktuellen Lebenssituation zufrieden bist, ganz gleich, wie begrenzt sie ist. Veränderungen stimulieren das Gehirn fordern es heraus.  Gleichzeitig findest du – wie alle anderen auch – großen Gefallen an Routinen. Sie lassen dich auf Autopilot laufen, ohne die einschränkenden Annahmen zu hinterfragen, die dein tägliches Leben bestimmen. Leider können tief verwurzelte Verhaltensmuster dich in einem Trott halten und dich daran hindern, wahre Freude und Glück zu entdecken. Der Trott mag sich vertraut und tröstlich anfühlen, aber er ist Gift für deine geistige Gesundheit. Alte Gewohnheiten kann man aber ändern. Stelle jede Gewohnheit in Frage, die dir nicht mehr dient. Die Bequemlichkeit versucht, dich davon zu überzeugen, dass Veränderungen unsicher sind und negative Folgen haben werden – obwohl das Gegenteil der Fall ist. Der Bequemlichkeits-Glücksdieb will, dass du in destruktiven Gedanken und Handlungen stecken bleibst.

Vielleicht zögerst du, etwas Neues auszuprobieren, weil du Angst hast, zu versagen. Das mag der sicherste und bequemste Weg sein, aber ein Risiko, das deine Routine durcheinander bringt, kann einen dringend benötigten Impuls geben. Bekämpfe diesen bequemen Glücksdieb, indem du Dinge anders machst. Denke daran, dass Veränderung gut ist.

Der Weg zum Glück ist letztlich ein täglicher Spaziergang, bei dem man allen Dingen so begegnet, wie sie auf einen zukommen, auch den Glücksdieben. Doch was können wir tun, um die fünf Diebe des Glücks zu vertreiben? Indem wir sie bemerken, stoppen und ersetzen!

Bemerken: Sei dir der Anwesenheit eines Glücksdiebes bewusst. Ertappe ihn auf frischer Tat. Sich der Anwesenheit eines Diebes bewusst zu sein, ist entscheidend, um ihn zu vertreiben. Du kannst vielleicht nicht immer verhindern, dass ein Dieb in deine Gedanken eindringt, aber du kannst ihn daran hindern, dich zu beeinflussen!

Stoppen: Lasse nicht zu, dass der Glücksdieb deine Gedanken beherrscht. Sage laut „Stopp!“ und verweise ihn zur Tür.

Ersetzen: Ersetze den Glücksdieb durch einen positiven Gedanken. Konzentriere dich nur auf den gegenwärtigen Moment (Achtsamkeit).

Diese Schritte effektiv anzuwenden, erfordert Arbeit. Übe, dir jeden Moment bewusst zu machen, wenn du glaubst, dass dein Glück von einem bestimmten Ergebnis abhängt, oder wenn du gegen die Realität des Augenblicks ankämpfst. Mache das Beste aus den Umständen, die du jeweils vorfindest. Die Vorstellung, dass Glück eine Entscheidung ist, die wir jederzeit treffen können, ist so einfach und radikal, dass wir uns oft dagegen wehren. Entscheide dich. Für dein Glück. Noch heute. Wenn du möchtest, stehe ich dir dabei als erfahrener Coach zur Seite.

Immer mitten in die Presse rein! (?) – Das Ende der klassischen Pressearbeit / Medienarbeit

Immer mitten in die Presse rein! (?) – Das Ende der klassischen Pressearbeit / Medienarbeit

 

Als Public Relations (PR)-, Marketings- und Kommunikationsberater frage ich mich, woher auch heute noch die weit verbreitete Fixierung auf Veröffentlichungen in Tageszeitungen, Zeitschriften und sonstigen journalistischen Druckerzeugnissen herrührt. In Zeiten des Internet – und insbesondere des Web 2.0 bzw. des Social Web – hat sich das Mediennutzungsverhalten so radikal verändert. Und das Kommunikations- und Konsumverhalten zieht immer mehr nach. Der Digital Lifestyle ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen – aber offensichtlich in vielen Köpfen der so genannten „Entscheider“ noch nicht.

Daher erlaube ich mir mal zu fragen: Warum noch endloses „Clippingsammeln“ von Zeitungsausschnitten in großen Ordnern, die dann ein paar Jahre im Schrank verstauben, bevor sie ein neuer Kommunikations- oder Abteilungsleiter beim Amtsantritt entsorgt? Statt dessen nicht vielleicht doch lieber einen Beitrag mit relevanten Infos und Keywords, der Sie im Google Ranking nach oben bringt? Und dort lange Zeit recherchierbar ist? Das Web vergisst nicht! Ihre Kunden auch nicht (aber dem Thema Online Reputation widmen wir uns später).

Denken Sie doch mal über folgende provokante Leitsätze der Digital Relations nach:

  • Papier ist heute ZU geduldig!
  • Ihre Stakeholder interessiert heute nicht mehr nur die Zeitung von gestern => Tatsächlich ist es doch so: Was interessiert mich die Zeitung von heute?!

Wenn die Geschäftsführungen und Redaktionen wie die des HAMBURGER ABENDBLATT dazu übergehen, die Zeitung als Annex zum Onlineangebot zu betrachten – macht es dann noch Sinn, den Zimpel zu greifen, den entsprechenden Zeitungsredakteur zu recherchieren, mit Infos zu versorgen und dann (wenn überhaupt) darauf hinzuweisen, dass „das Thema vielleicht auch für die Online-Kollegen interessant“ sei?

Das Print nicht tot ist und wohl auch nie sein wird, möchte ich gar nicht debattieren. Was ich mich frage, ist nur: Wann fangen SIE an, sich Gedanken zu machen, ob die Maxime „Immer mitten in die Presse rein!“ wirklich zielführend ist? In Zeiten von „online first“ – auf der Medienproduktions und -rezeptionsseite! – ziehen alte Konzepte nicht mehr. Von alten „Erfolgswährungen“ der Kommunikation (wie „Medienäquivalenzwert“ der Zeitungsanzeigen) ganz zu schweigen.

Deswegen: Lassen Sie sich von Ihrem „PR-Berater“ nicht verraten und verkaufen! Wer Ihnen heute ein „Kommunikationskonzept“ mit Schwerpunkt Print vorlegt, dem gehört (mit Verlaub und als Hommage an DIE ÄRZTE) wirklich nur „Immer mitten in die Fresse rein“!

Das tat gut – das musste einfach mal sein…

Was denken Sie? Über Austausch und Networking rund um PR, Social Media, Kommunikation, SMO und SEO freue ich mich immer:
XING
Twitter
Facebook

Twittern, Bloggen, Networken – Wo findet das Web 2.0 für (angehende) Immobilien Profis / Makler statt?

 

Twittern, Bloggen, Networken – Wo findet das Web 2.0 fuer (angehende) Immobilien Profis und Makler statt?

Über meinen Fachbeitrag bin ich gerade beim klar Schiff machen gestolpert und möchte ihn zur Diskussion stellen – denn seit dem ich ihn geschrieben habe, ist nicht wirklich viel passiert, oder wie sehr ihr das?

Twitter, Facebook, Xing und youTube: diese neuen Kommunikations- und Interaktionsplattformen im Web 2.0 – zusammengefasst unter der Bezeichnung „Social Media“ –, sind in Deutschland in aller Munde. Auch in der Immobilienbranche. Doch zwischen dem gesteigerten Interesse und den tatsächlichen Strategien und Aktivitäten im neuen „Mitmach-Netz“ liegen – zumindest in Deutschland – noch Welten. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern – und erst recht im Vergleich zur USA –, zögern die Deutschen generell bei den „sozialen Medien“ – da machen Immobilienprofis keine Ausnahme.

Deutsche User hinken bei ihren Social-Media-Aktivitäten ihren europäischen Nachbarn hinterher, wie beispielsweise eine aktuelle Studie des Marktforschungsunternehmens Forrester Research zeigt („Europeans’ Social Networking Use Accelerates“ // www.forrester.com). So ist der Anteil der „Inaktiven“, also die Internet-Nutzer, die sich nicht an Social Media beteiligen, in Deutschland mit 50 Prozent am höchsten in Europa. Der deutsche Internetmarkt übernimmt Online-Trends generell langsamer, was auch an der Technologie und der Sprache liege. In Deutschland warten die User teilweise noch darauf, dass englischsprachige Social Media Dienste mit deutscher Übersetzung auf den Markt kommen. Exemplarisch für die unüberschaubaren Social Media Tools werfen wir einen Blick auf die weltweit am schnellsten wachsende Community Twitter . Auch hier halten sich die Deutschen mit geschätzten 100.000 Nutzern gegenüber den geschätzten 8-10 Millionen Usern weltweit zurück. Man kann zwar deutsche Kurzbeiträge mit maximal 140 Zeichen, die so genannten „Tweets“ verfassen, aber der Dienst selbst ist noch nicht in deutscher Sprache im Netz. Dennoch nutzen immer mehr Deutsche den Microblogging Dienst. Wirft man einen Blick auf die deutsche Twitter-Gemeinde, wie sieht der durchschnittliche Twitterat in Deutschland aus? Jung (32 Jahre), männlich (74%) und gebildet (78% haben Abitur). Zwei von drei betreiben einen eigenen Blog und schreiben über Web 2.0-Themen oder Privates. Jeder Vierte ist Führungskraft oder Unternehmer! Und die meisten (83%) schreiben hauptsächlich auf deutsch, wie bereits „Die Deutsche Twitterumfrage 1.0“ belegte.

Immer noch großer Nachholbedarf deutscher Immobilien-Unternehmen und Immobilien Makler bei Social Media und Digitalisierung

Trotz relativer Zurückhaltung ist immerhin die Hälfte aller deutschen Internetnutzer bereits im Social Web aktiv – und somit kann sich kein Makler, kein Immobilien-Unternehmer und keine Vertriebsorganisation erlauben, das „Mitmach-Netz“ einfach zu ignorieren. Gerade unter den jungen Konsumenten nutzt eine große Mehrheit bereits Social Media – zum Austausch, aber auch zur Information über Marken, Produkte, Dienste. Wer noch keine Social Media Communications Strategie hat, sollte eine solche dringend entwickeln. Denn es handelt sich bei diesen so genannten „digital natives“, also die junge Generation, die wie selbstverständlich mit dem Internet und seinen vielfältigen Selbstdarstellungs-, Networking- und Partizipationsmöglichkeiten aufgewachsen ist, um die anspruchsvollen Interessenten und Hausbesitzer von morgen.

Doch die Kommunikations-Realität sieht ganz anders aus: Eine Analyse der Cologne Business School, die Anfang 2009 mit leitenden Angestellten, Vorständen, Geschäftsführern und Firmeninhaben von insgesamt 350 deutschen Unternehmen durchgeführt wurde, ergab, dass Communities, Blogs und Social Networks am häufigsten mit dem Web 2.0 in Verbindung gebracht werden, aber jede fünfte Führungskraft in deutschen Unternehmen noch immer nicht weiß, was sich konkret dahinter verbirgt! Mit 34% wird die Business-Community Xing am meisten für Business Networking, Personensuche oder Bewerberanalyse durch Unternehmensverantwortliche genutzt. Blogs sind für die meisten deutschen Unternehmen nach wie vor kein Thema, rund 12% wissen nicht einmal, was ein Blog ist. 70% der Befragten gaben an, zu wenig über Nutzung, Optionen und Einsatz des Web 2.0 und Social Media zu wissen.

Social Media: Wenig Know-how und Erfahrung, aber viele Ängste in der Immobilienbranche

Hier zeigt sich der wesentliche Nachholbedarf privater und professioneller Nutzung von Social Media: Mangelndes Know-how und fehlende Erfahrung. Aber die gute Nachricht ist: wer nur ein paar einfache Regeln beachtet, kann seine Sichtbarkeit im Web 2.0 deutlich steigern – bei nur geringem Einsatz von Ressourcen und mit überschaubarem Risiko:
1. Starten, orientieren und zuhören: Ohne Zuhören kann kein Gespräch stattfinden.
2. Echtes Interesse zeigen, Sie reden mit Menschen, nicht mit Zielgruppen.
3. Persönlichkeit entwickeln und zeigen – mutig sein und auch die Menschen hinter dem Unternehmen / dem Projekt zeigen.
4. Authentisch und transparent kommunizieren – wer kommuniziert für wen im Web 2.0? Ehrliche Dialoge abseits der Vertriebsbotschaften eignen sich zum Vertrauens- und Beziehungsaufbau.
5. Bringen Sie Mehrwert, nehmen Sie nicht nur, denn kommunikative Beziehungen beruhen immer auf einem gegenseitigen Vorteil.

Junge Immobilienprofis sollten innerhalb ihres Unternehmens sowie für die professionelle Selbst-Darstellung jegliche Präsentation und Kommunikation im Web 2.0 so ernst nehmen wie jede andere Marketing- und Vertriebspublikation. Die „Online Reputation“ wird nicht nur bei Bewerbungen immer wichtiger; auch potenzielle Interessenten/Kunden interessieren sich dafür, mit wem sie es zu tun haben, wenn sie eine Immobilie verkaufen oder kaufen möchten. In Zeiten der Fotohandys sollten angehende Makler wie jeder andere auch daran denken, dass peinliche Schnappschüsse viel schneller auf Twitter oder Facebook verbreitet sind, als gelöscht. Wer dann noch bedenkt, dass Google die Social Media Dienste „liebt“ und weit oben in den Suchergebnislisten rankt, sollte heute noch anfangen, seine Präsenz und seinen Ruf im Web 2.0 so positiv wie möglich zu gestalten und zu promoten.

Googeln Sie sich doch einmal selbst – gefällt Ihnen, was Ihnen angezeigt wird…?

Es wird Zeit für Immobilienmarketing 2.0 und Digitalisierung der Immobilienwirtschaft – oder was meinen Sie?

 

 

20 Jahre Erfahrung in Public Relations (PR), Marketing und Kommunikation – jetzt wird klar Schiff gemacht

20 Jahre Erfahrung in Public Relations (PR), Marketing und Kommunikation – jetzt wird klar Schiff gemacht

Ich arbeite derzeit daran, mein Know-how und meine Erfahrungen in den Bereichen Public Relations (PR), Marketing und Kommunikation systematisch zu erfassen und aufzubereiten. Nach zwanzig Jahren in der Medien- und Kommunikationsbranche habe ich Spezialwissen und „Hacks“, also Abkürzungen und Erleichterungen, gesammelt, die ich für andere zusammenstellen möchte, um ihnen das (Berufs-)Leben deutlich zu erleichtern.

In diesem Blog wird es Einiges dazu geben, aber in absehbarer Zeit werden Bücher / E-Books sowie letztlich ein ganzes Programm hinzukommen. Ihr könnt von Anfang an mit dabei sein. Wenn ihr Anregungen, Fragen und Vorschläge habt, lasst mir die gerne zukommen. Der Weg ist noch lang und meine PR Content Marketing Agentur und sonstigen Projekte laufen leider auch (noch?) nicht von alleine.

Durch die Digitalisierung haben sich PR, Marketing und Kommunikation bereits stark verändert (Stichwort: „klassische Pressearbeit / Medienarbeit ist tot“) – und werden sich noch viel stärker verändern. Aber es gibt einige bewährte (Erfolgs-)Strategien, die sich bewährt haben und auch in Zukunft erfolgreich bleiben werden. Ich bin seit 20 Jahren im Internet und betrachte die Hypes mit etwas Abstand. Aber im Bereich Business to Business (B2B) bspw., aber auch in der Immobilienwirtschaft und bei den Finanzdienstleistern wird die Digitalisierung noch sehr viel verändern. Beim B2C sind wir schon weiter. Aber eines habe ich gelernt in zwei Jahrzehnten Berater- und Managertätigkeit: man muss und sollte nicht jeden BS mitmachen. Ein zentraler Ansatz ist dabei das Pareto Prinzip: Mit 20 Prozent des Aufwands erreicht man 80 Prozent des Erfolgs. Daran arbeite ich: was sind 20 Prozent, auf die man sich in PR, Marketing und Kommunikation konzentrieren muss, um 80 Prozent des Erfolges smart einzufahren?

Innovation(smanagement) ist ein weiterer Grundpfeiler meiner Philosophie. Das Bewährte und die Learnings der Vergangenheit nutzen, mit weiteren Elementen kombinieren / ergänzen, um daraus etwas Neues und Besseres zu erschaffen. Innovation ohne Innovationsblabla. In der Industrie funktioniert das Innovationsmanagement schon ganz gut, aber nicht in PR, Marketing und Kommunikation. Warum eigentlich? Warum werden immer noch Pressereisen, Pressemeldungen, Pressekonferenzen wie vor 50 Jahren konzipiert und durchgeführt? Eben. Deshalb biete ich gemeinsam mit Partner integrierte Marketing- und Innovationsberatung.

Das schon einmal als Vorgeschmack. Jetzt wird klar Schiff gemacht – kommt gerne mit an Bord.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Moin

Daniel Görs

Moin!

Willkommen beim Blog von Daniel Görs. Ich bin zwar schon seit rund 20 Jahren publizistisch tätig, starte aber erst jetzt einen eigenen Blog.

Ich bin Jahrgang 1972 und betreibe eine Public Relations (PR) und Marketing Agentur in Hamburg und Lübeck Ratekau (www.goers-communications.de). Aufgrund meines Backgrounds bin ich zudem in den Bereichen Immobilien, Finanzen und Medien aktiv. Ich bin gebürtiger und überzeugter Hanseat und interessiere mich für Lifestyle Design, Glücksforschung und Glücksmanagement. Zudem schreibe ich den ganzen Tag und beschäftige mich mit Content(marketing).

Grund genug also, einen eigenen Blog zu starten. Schaut gerne immer wieder vorbei – ich werde regelmäßig zu unterschiedlichen Themen bloggen (Ansporn und Versprechen zugleich).

Ich freue mich über jeden Besuch, Feedback und auch über die Vernetzung und Austausch via Social Media. Ihr findet mich unter anderem auf Xing (www.xing.com/profile/Daniel_Goers) oder Twitter (www.twitter.com/Goers)

Na denn!